Nachfrage

Ankaufspreis

Der Ankaufspreis, den wir Ihnen beim Ankauf von Gemälden bieten können, richtet sich nach der Nachfrage auf dem Markt. Wir sind spezialisiert auf Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts. Für die klassische Kunst des 19. Jahrhunderts sind Werke aus dem Umkreis der großen Kunstakademien, allen voran der Münchner, der Berliner, der Dresdner und der Düsseldorfer Akademien und ihrer charakteristischen Malschulen, gesucht. Jede dieser Malschulen kennt bedeutende Meister und Lehrer, in deren Schülerschaft und Nachfolge viele weitere Maler stehen, die durch ihre speziellen Talente wiederum neue Impulse lieferten oder aber allein durch technische Perfektion das Publikum begeisterten. Hier dominieren noch die alten Fächer: Historienmalerei, Landschaftsmalerei, Genre und Stillleben. Im Folgenden können nur einige Schlaglichter auf künstlerische Entwicklungen geworfen werden, die für den heutigen Kunstmarkt von großem Interesse sind. Wenn Sie klassische oder moderne Gemälde des 19. oder 20. Jahrhunderts verkaufen möchten, vertrauen Sie auf unsere Expertise und lassen Sie sich ein Angebot unterbreiten.

 

Freilichtmalerei und Impressionismus

Ab etwa 1860 treten Freilichtmalerei und Naturalismus in den Vordergrund. Neben Düsseldorf und München waren besonders die neu gegründeten Kunstschulen in Weimar und Karlsruhe an deren Herausbildung beteiligt. Gemälde dieser Richtung sind heutzutage sehr gesucht, so dass wir an deren Ankauf besonders interessiert sind. In Karlsruhe wirkte ab 1854 Johann Wilhelm Schirmer als Lehrer und verbreitete die Praxis der Naturmalerei in Öl unter freiem Himmel (plein air), die er zuvor als Professor für Landschaftsmalerei bereits an der Düsseldorfer Kunstakademie als Grundlage der Landschaftsmalerei eingeführt hatte. In Karlsruhe waren Hans Thoma (1839-1924) und Eugen Bracht (1842-1921) seine herausragenden Schüler. Ebenso gesucht sind Freilichtstudien der Weimarer Künstler der ersten Generation wie Landschaftsbilder von Theodor Hagen (1841-1919) und Karl Buchholz (1849-1889), Tierbilder von Albert Brendel (1827-1895) oder Genredarstellungen von Max Thedy (1858-1924). Aus diesen Tendenzen ist der deutsche Impressionismus hervorgegangen, der nicht nur auf die Heroen Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth beschränkt ist, sondern beispielsweise auch in Düsseldorf Einzug hielt mit Malern wie Willy Lucas (1884-1918), Max Stern (1872-1943) und Max Clarenbach (1880-1952).

 

Landschaftsmalerei

Grundsätzlich sind Motive aus fremden Ländern gesucht, besonders dann, wenn sie sich möglichst genau topografisch lokalisieren lassen. Oft ist es nicht einfach, ein Landschaftsmotiv der geografischen Herkunft nach zu bestimmen. Vertrauen Sie hier auf unsere Erfahrung, denn hier können richtige Zuordnungen den Preis stark beeinflussen. Seit der Romantik reisten deutsche Maler zu Studienzwecken nach Italien, besonders nach Rom. Dort studierten sie die Altertümer, Bauwerke, Menschen, aber auch die umliegende Landschaft der römischen Campagna. Viele Maler blieben über Jahre in Italien. Gemälde der deutschen Maler in Italien speziell aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts wie Wilhelm Pose (1812-1878), Louis Gurlitt (1812-1897), Carl Blechen (1798-1840), Heinrich Franz-Dreber (1822-1875) und Heinrich Reinhold (1888-1825) sind sehr gesucht. Höchstpreise erzielen Werke der herausragenden Einzelpersönlichkeiten, so jene des unangefochtenen Meisters des italienischen Volkslebens Oswald Achenbach (1827-1905), die venezianischen Mondscheinnächte von Friedrich Nerly (1807-1878) und die mythologisch belebten Landschaften eines Arnold Böcklin (1827-1901). 
 

Orientalismus

Ein Fach, das als Besonderheit des 19. Jahrhunderts bezeichnet werden kann, ist die Orientmalerei. Ausgangspunkt waren die Napoleonischen Feldzüge in den Orient (Ägypten), in deren Gefolge auch Künstler diese fremden Länder malten und beim heimischen Publikum in den Salonausstellungen großes Interesse hervorriefen. Einer der heute teuersten deutschen Orientmaler ist Gustav Bauernfeind (1848-1904). Auch die Düsseldorfer Malerschule hat mit Georg Macco (1863-1933) einen wichtigen und gesuchten Orientmaler hervorgebracht. Orientalische Motive – Architektur, Bildnisse und Genreszenen – aus Nordafrika, der Türkei (Konstantinopel) und dem Nahen Osten werden besonders von Sammlern in den jeweiligen Ländern selbst gekauft und auf dem internationalen Kunstmarkt gut bezahlt. Hier ist der Laie auf die kompetente Beratung des Fachmanns angewiesen, um den besten Ankaufspreis zu erzielen. Bieten Sie uns entsprechende Werke an und profitieren Sie von unserer Erfahrung.